Teil 2
Januar - März 2006
Am 07.01.2006 war es dann soweit. Ich konnte zu einem Züchter in seine Voliere ziehen um mich dort nach einem kleinen hübschen Mädchen umzugucken.
Tanja kam mich jede Woche
1-2 mal besuchen.
Aber eins muss ich ja schon sagen. Das war ganz schön kalt dort. Ich musste mich
ganz schön umstellen von der schönen warmen Zimmertemperatur auf dieses frostige
Winterwetter in der Voliere. Die war zwar auch geschützt, so dass die Kälte
nicht hereinkam. Aber ein Vergleich zur warmen Wohnung war es bestimmt nicht.
Nach 2 Wochen schon rief der Züchter bei Tanja an und meinte, dass sie mich plus Partnerin wieder abholen könne. Tanja fand ja von vornherein, dass das ganz schön schnell war.
So kam ich dann am
21.01.2006 mit meiner Partnerin wieder nachhause. Ich sah gar nicht sehr hübsch
aus, da mir die Kälte doch etwas zugesetzt hatte. Mein Gefieder sah nicht mehr
ganz so toll und glänzend aus wie vorher.
Aber nun saß ich ja wieder in der schönen warmen Wohnung.
Tanja und Ralf meinten, da meine Partnerin so wunderhübsch bunt gescheckt ist,
dass der Name Blümchen am Besten zu ihr passt. Und da hatten sie auch wohl
recht.
Blümchen hatte allerdings in
der Anfangszeit nicht wirklich viel zu lachen hier. Denn Glucke war schlimmer
wie jede Bulldogge. Sie hat die Kleine gejagt wo sie nur konnte. Fast täglich
waren Blümchens Füße blutig gebissen. Das fanden weder Ralf noch Tanja lustig.
Aber auch das Schimpfen mit Glucke hatte ja keinen Zweck.
Nach etwa 2 Wochen wurde Glucke dann etwas ruhiger und sie hat Blümchen meist in
Ruhe gelassen. Aber die Zeit war doch ganz schön anstrengend und vor allem für
Blümchen oft sehr schmerzhaft. Aber sie war ja sooooo tapfer.
Blümchen und ich verstanden uns auch eigentlich ganz gut. Aber irgendwas fehlte. Es knisterte nicht so richtig bei uns. Wir schliefen zwar immer aneinander gekuschelt zusammen, aber Blümchen ließ sich nicht von mir füttern und ich wollte das auch nicht. Sie zu kraulen machte mir auch nicht so wirklich viel Spaß und ihr wohl auch nicht. Auch meine Jungfräulichkeit verlor ich nicht an sie. Denn irgendwie wollten wir beide nicht.
Tanja und Ralf fingen ab Ende März an, sich so langsam Sorgen zu machen, ob wir wirklich ein Pärchen sind. Sie wollten das noch einige Zeit beobachten und sollte sich bei uns nichts tun, wollten sie entsprechend reagieren.